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Police gegen versteckte Mängel – Schutz der Hauskäufer –

Gefahr beim Hauskauf

Als Hauskäufer werden Sie sicher glücklich sein, wenn Sie eine Immobilie gefunden haben, die Ihren Vorstellungen entspricht. Ihre Lage ist optimal und die Raumaufteilung lässt sich mit einem lediglich geringen Aufwand so verändern, wie Sie sich Ihr zukünftiges Haus vorstellen. Der Anstrich auf der Fassade ist fast noch wie neu und alle Wärmeschutzmaßnahmen sind bereits erfüllt worden. Ist dies ein optimaler Kauf, wenn nun auch noch der Kaufpreis Ihren Vorstellungen entspricht? Eigentlich ja, aber seien Sie vorsichtig, denn auch beim Hausverkauf wird wissentlich getrickst oder unwissentlich gehandelt.

Vorteile einer Police gegen versteckte Mängel

Jeder Immobilienbesitzer, der sein Haus verkaufen will oder muss, will selbstverständlich einen möglichst hohen Erlös erzielen. Deshalb bringt er sein bisheriges Eigentum noch einmal auf Hochglanz, bevor er den Verkauf einleitet. Diese Arbeiten sollen jedoch möglichst nicht viel kosten, denn sie schmälern seinen Gewinn. Erst einige Zeit später treten Schäden und versteckte Mängel wieder zutage und bei der Nachweispflicht wird es sehr schwierig sein zurückzuführen, ob diese auf den Vorbesitzer zurückzugehen.

Vor welchen Mängel schützt die Police

Sichern Sie sich ab gegen diese verdeckten Mängel. Eine solche Police ist eine Neuheit auf dem Markt der Versicherungen. Sie schützt Sie davor, dass diese Mängel zu horrenden, nachträglichen Kosten führen, wenn Sie ohnehin mit dem Immobilienkauf Ihr Budget gerade stark belastet haben.
Die häufigste Ursache von Mängeln sind Mauerwerksdurchfeuchtungen im Kellerbereich, bei denen die Wände im Kellerbereich durch eine neue Innendämmung oder andere Wandverkleidungen trocken erscheinen. Bei fachlich gut ausgeführter Arbeit dauert es mindestens ein Jahr bevor sich die Durchfeuchtung wieder bemerkbar macht. Die erforderliche Mauerwerkstrockenlegung von innen und außen, mit der Sie sich, Ihre Familie oder Ihre Mieter vor gesundheitsschädlichen Einwirkungen durch Schimmel schützen müssen, kostet viele Tausende Euro.
Versteckte Mängel beim Hausverkauf beziehen sich aber auch oft auf die Haustechnik. Es wird für Sie kaum nachweisbar sein, wenn beispielsweise die unterlassene Wartung und Reinigung der Heizungsanlage durch den Vorbesitzer die Lebensdauer der Heizzentrale verkürzt hat.
Somit ist diese neue Police sehr vorteilhaft für baldige Hauskäufer, so dass auch im Nachhinein das Traumhaus ein Traumhaus bleibt und nicht zu einer Schuldenfalle wird.

Fehler beim Immobilienkauf

Für die meisten Menschen ist ein Immobilienkauf keine Kleinigkeit. Der Erwerb eines Hauses oder einer Eigentumswohnung sollte daher wohlüberlegt und gut geplant sein, denn dann können folgenreiche Fehler zum Beispiel bei derFinanzierung vermieden werden.

Die häufigsten Fehler beim Immobilienkauf

Zu wenig eigenes Kapital

Ein häufiger Fehler ist, dass Immobilienkäufer zu wenig Eigenkapital mitbringen und daher zu viel Fremdkapital wie etwa eine Hypothek in Anspruch nehmen müssen. Experten und seriöse Finanzberater empfehlen, mindestens 25 bis 30 Prozent des benötigten Kapitals aus eigenen Ersparnissen beizusteuern. Übrigens: Oft wird vergessen, dass zum benötigten Kapital auch alle Nebenkosten gehören wie beispielsweise Kosten für Notar und Makler. Zudem beurteilen viele Menschen die eigene Leistungsfähigkeit falsch wenn es um Bau oder Sanierung geht und überschätzen ihre Möglichkeiten, zu wenig Eigenkapital mit eigener Arbeitskraft auszugleichen.

Finanzierung nicht durchdacht

Wie viel Geld man für den Immobilienkauf benötigt, sollte gut überlegt sein, denn eine nachträgliche Erhöhung der Hypothek kann teuer werden. Auch muss man sicher sein, sich die monatlichen Raten leisten zu können. Experten raten daher, dass Zinsen, Tilgung und laufende Kosten wie Kontoführungsgebühren nicht mehr als 40 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens ausmachen sollten.

Keine oder zu geringe Rücklagen für Notfälle

Neben dem zum Kauf benötigten eigenen Kapital sollte man noch über einfinanzielles Polster verfügen für den Fall, dass zusätzliche und nicht eingeplante Kosten entstehen. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn eine Bau- oder Sanierungsmaßnahme teurer wird als erwartet.

Unter Zeitdruck handeln

Ein weit verbreiteter Fehler ist auch, sich nicht ausreichend Zeit zu nehmen, alle Finanzierungsmöglichkeiten zu durchdenken und Angebote zu vergleichen. Wer die aktuelle Wohnung bereits gekündigt hat oder sich von Makler oder Eigentümern eines angeblich heiß begehrten Objekts drängeln lässt, kann leicht Finanzierungsfallen übersehen oder falsch einschätzen. Zeitdruck sollte man daher vermeiden und sich lieber einmal zu häufig als zu wenig beraten lassen.

Mit welchen Kaufnebenkosten muss man beim Immobilienkauf rechnen?

Sofern Sie sich für den Kauf einer Immobilie interessieren, dürfen Sie die Kaufnebenkosten, die im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Immobilie anfallen, nicht außer Acht lassen. Denn diese machen in der Regel teilweise bis zu 15 Prozent vom eigentlichen Anschaffungspreis aus und können daher einen nicht unbeachtlichen Betrag ergeben. Insbesondere wenn der Immobilienkauf fremd finanziert wird, müssen Sie auch die Finanzierung der Kaufnebenkosten bedenken. Nicht selten verlangen Kreditinstitute zumindest die Finanzierung der Nebenkosten aus eigenen Mitteln. Denn diese können auch bereits vor dem Anschaffungszeitpunkt anfallen.

Kaufnebenkosten: Makler, Notarkosten und Grunderwerbsteuer

Sofern ein Makler eingeschaltet wurde, stellt dieser seine Arbeit bereits im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses in Rechnung. Die Höhe der Vermittlungsprovision, auch Maklercourtage genannt, ist gesetzlich nicht festgelegt und kann daher je nach Makler variieren. Für gewöhnlich liegt die Maklerprovision bei 3 bis 6 Prozent Netto also zuzüglich 19 Prozent Mehrwertsteuer.

Notarkosten fallen bei jedem Abschluss eines Immobilienkaufvertrags an, da für eine rechtswirksame Kaufabwicklung eine beglaubigte Urkunde von einem Notar erforderlich ist. Ebenfalls vorgeschrieben ist die Eintragung des Eigentumsübergangs im Grundbuch, welche der Notar veranlasst. Die Notarkosten betragen in der Regel zwischen 1,5 und 2 Prozent vom Kaufpreis. Für den Grundbucheintrag berechnet das entsprechende Amtsgericht Gebühren.

Ein weiterer Kostenfaktor beim Immobilienkauf ist die Grunderwerbsteuer. Diese ist gesetzlich für den Kauf einer Immobilie festgeschrieben und ist abhängig vom Bundesland, in der sich das Grundstück befindet. Sie liegt momentan bei 4 bis 5 Prozent. In vielen Bundesländern wurde die Grunderwerbsteuer in den letzten ein bzw. zwei Jahren erheblich angehoben, insbesondere die neuen Bundesländer haben eine starke Anhebung von teilweise 3,5 auf 5 Prozent verzeichnen müssen.

Dient die erworbene Immobilie der Kapitalanlage, müssen Sie bedenken, dass die oben genannten Nebenkosten als sogenannte Anschaffungsnebenkosten zu den Anschaffungskosten des Gebäudes gehören und daher nur im Rahmen der jährlichen Abschreibung in Höhe des gesetzlichen Abschreibungssatzes von zurzeit 2 Prozent in die Einkommensteuer einfließen.