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Den Umzug planen – was sind alles Einzugskosten?

Bei der Planung des Umzugs ist nicht nur die Wohnungssuche nervenaufreibend, sondern auch die Finanzierung des ganzen Umzuges. Neben den Auszugskosten wie eventuelle Renovierungskosten entfallen vor allem sehr hohe Kosten für den Einzug, die sogenannten Einzugskosten. Zu ihnen gehören die Kaution, die Kosten für den Umzug und gegebenenfalls auch die Provision für den Immobilienmakler. Besonders in Regionen, in denen der Wettbewerb um Wohnung besonders hoch ist wie Hamburg, München oder Köln, können die Einzugskosten ein großes Loch ins Portemonnaie reißen.

Die Kaution und Maklerprovision als Einzugskosten

Die Einzugskosten für Kaution und Maklerprovision stehen in einem direkten Zusammenhang mit der gemieteten Wohnung, da sie sich aus der Kaltmiete errechnen. Dies ist der Mietpreis je Quadratmeter Wohnfläche, und zwar ohne Neben- beziehungsweise Betriebskosten sowie ohne Energiekosten für Strom und Heizung. Die Kaltmiete ist der eigentliche Indikator für die Wohnung. Der richtet sich unter anderem danach, ob es sich um eine Alt-, eine Mittel- oder eine Neubauwohnung handelt. Der örtliche Mietspiegel mit seinen statistischen Vergleichsmieten gibt Aufschluss darüber, ob das allgemeine Mietniveau normal, niedrig oder eher höher ist. Die Einzugskosten in Hamburg sind aufgrund des hohen Mietniveaus nicht zu unterschätzen. Speziell die häufig anfallenden Maklerprovisionen sind ein großer Faktor bei der Suche nach der passenden Wohnung. Die Maklerprovision und die Mietkaution betragen jeweils zwei Monatskaltmieten. Bei der Provision kommt noch die gesetzliche Mehrwertsteuer hinzu. Je höher der Nettobetrag ist, umso höher ist auch die Mehrwertsteuer. Für den Mieter als Endverbraucher ist das eine spürbare Mehrausgabe.

Die Berechnung der Abschlagszahlungals Grundlage der Einzugskosten

Beim Einzug in eine Wohnung setzt der Energieversorger die monatlichen Abschlagszahlungen für Strom und Heizung in vielen Fällen sehr niedrig an. Grundlage ist mangels Erfahrungswerten nicht der Verbrauch, sondern ein rechnerischer Durchschnittswert anhand der Wohnfläche. Das schont die Liquidität zum Einzugszeitpunkt. Ein Jahr später folgt die Endabrechnung mit einer dementsprechend hohen Nachzahlung.

Der Umzug als zentraler Kostenfaktor beim Umzug

Das Umzugsunternehmen berechnet in einem unverbindlichen Kostenvoranschlag die voraussichtlichen Umzugskosten. Hier hat der Auftraggeber die Möglichkeit, aus mehreren Angeboten das günstigste auszuwählen. Verglichen werden müssen die angegebenen Mannstunden sowie die Stundensätze für die Mitarbeiter. Diese werden nach deren Qualifikation berechnet und sind unterschiedlich hoch. Auch auf die Höhe der Umzugsversicherung ist zu achten. Sie muss mit der Summe der eigenen Hausratversicherung korrespondieren und notfalls privat aufgestockt werden. Letztendlich muss mit der eigenen Hausratversicherung abgestimmt werden, dass für einen kurzen Übergangszeitraum sowohl die bisherige als auch die zukünftige Wohnung der Versicherungsort ist.

Was ist beim Umzug zu beachten?

Sie haben Ihre Traumimmobilie gefunden? Ob nun über einen Makler oder durch ein Internetportal, dann steht die Frage an, wie die Möbel in die neue Wohnung kommen. Sollten Sie Freunde und Bekannte haben, die Ihnen helfen, kann Ihnen das viel Geld sparen. Wenn nicht, stehen Ihnen aber auch die örtlichen Umzugsunternehmen helfend zur Seite. Bei der Wahl des Umzugsunternehmens sollten Sie auf Empfehlungen achten und selbstredend natürlich Angebote von mindestens zwei Unternehmen einholen.

Umzug vorbereiten

Dazu ist es in erster Linie erforderlich, zuvor eine Umzugscheckliste zu erstellen, aus der hervorgeht, welche Möbel mitgenommen werden sollen und welche nicht. Nicht selten werden bei einem Umzug neue Möbel gekauft, die dann gleich zu der neuen Wohnung geliefert werden und infolgedessen nicht extra eingepackt werden müssen.

Auf die Umzugscheckliste gehört aber auch, welche Behördengänge Sie unternehmen müssen, sollten Sie Ihre neue Wohnung dann irgendwann einmal bezogen haben. Und da spielt es keine Rolle, ob Sie innerhalb einer Stadt umziehen oder in einer anderen Kommune Ihren Wohnsitz nehmen werden. Grundsätzlich besteht nämlich die gesetzliche Verpflichtung, dass Sie Ihren neuen Wohnsitz den entsprechenden Ämtern zu melden haben. Und das können Sie nicht irgendwann einmal machen, wenn Ihnen der Sinn danach steht, sondern dafür gibt es gesetzliche Fristen, die Sie einzuhalten haben; zumindest in Bezug auf das Ummelden beim dann für Sie zuständigen Einwohnermeldeamt. In der Regel ist dies binnen einer Woche nach Ihrem Einzug zu tätigen; in Großstädten liegt die Frist oftmals bei zwei Wochen. Geschieht dies nicht, kann die Behörde Ihnen ein Bußgeld auferlegen, was allerdings nur in den seltensten Fällen geschieht.

Dennoch sollten Sie schon aus eigenem Interesse an Ihre Ummeldepflichten denken. Zu diesen Ummeldepflichten gehört im Übrigen auch ein Postnachsendeauftrag einzurichten bzw. dem zuständigen Straßenverkehrsamt Ihre neue Anschrift mitzuteilen – inklusive eines eventuell neu zu fertigenden Nummernschildes.