Tag Archiv für Immobilienpreise

Niedrige Zinssätze und Finanzmarktturbulenzen fördern den Trend zum Bau eines Eigenheims

Für deutsche Bauherren und Immobilienkäufer dürfte sich der Trend aus 2011 fortsetzten und zu einer steigenden Nachfrage nach Immobilien führen. Dabei spielen besonders die günstigen Baufinanzierungszinssätze eine Rolle. Die niedrigen Baufinanzierungszinssätze ermöglichen nun auch für Verbraucher, die sich zuvor nicht trauten, beste Voraussetzen die Eigenheimfinanzierung, doch zu verwirklichen. Hinzu kommt, dass Anleger aufgrund der sinkenden Geldwertstabilität des Euros, Immobilien als inflationssichere Anleihen bevorzugen.

Allerdings sollten sich Verbraucher schon zu Beginn des Jahres mit einer Finanzierung befassen: „Bei den Baufinanzierungssätzen besteht kaum noch Spielraum nach unten, während Immobilien zunehmend teurer werden, besonders in gefragten Lagen und Städten“, so Jan Schust, Vorstand von Tarifcheck24.

Trotz der günstigen Baufinanzierungszinssätze und der steigenden Nachfrage nach Wohnimmobilien, sollte die Verwirklichung des Eigenheims mit entsprechender Sorgfalt vorbereitet werden. Schust rät: „Bauherren sollten bedenken, dass die Differenzen zwischen den verschiedenen Baufinanzierungsangeboten über die gesamte Laufzeit gerechnet ohne weiteres viele tausend Euro ausmachen können.“

Um Bauherren eine Planungssicherheit zu bieten und langfristig vom niedrigen Zinsniveau zu profitieren, ist es sinnvoll auch schon über eine Anschlussfinanzierung nachzudenken. Hierbei bietet sich zum Beispiel ein Forward Darlehen an. Das Forward Darlehen ist ein Annuitätendarlehen, das die Möglichkeit einräumt, Zinssätze Monate oder Jahre vor dem Laufzeitbeginn festzulegen. Für Bau-Finanzierer ergibt sich hieraus die Möglichkeit, von den aktuell niedrigen Zinsen bei der Anschlussfinanzierung zu profitieren.

 

Wohnungsnachfrage steigt weiterhin, während die Zinsen niedrig bleiben!

Für das Jahr 2012 prognostiziert der Immobilienverband Deutschland (IVD), einen grundsätzlich positiven Trend für die deutsche Immobilienwirtschaft.  Insbesondere für den Standort Deutschland sprechen hier die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. So wird für die inländische Wirtschaft 2012 ein stabiles Wachstum vorausgesagt, zudem sprechen ein moderates Preisniveau und niedrige Zinsen für die Attraktivität deutscher Wohnimmobilien.

Zu Beginn des Jahres 2011 lag das Zinsniveau noch über eine Marke von vier Prozent, nachdem zum Ende des Jahres ein Abwärtstrend zu erkennen ist, lässt sich für das Jahr 2012 kaum mit einem weiterer Zinsanstieg über dem bisherigen Niveau rechnen.

Auf der anderen Seite kann für das Jahr 2012 mit einem weiteren Preisanstieg für deutsche Immobilien gerechnet werden. Begründet liegt dies darin, dass Wohnungen in Deutschland im europäischen Vergleich weiterhin als günstig erachtet werden, jedoch ist von einer erhöhten Nachfrage durch Immobilienkäufer auszugehen.

Der IVD geht weiterhin davon aus, dass auch die Mieten im Jahr 2012 weiterhin steigen. Damit setzt sich der Trend aus 2011 für die Mietpreisentwicklung im Jahr 2012 weiter fort. „Auch im kommenden Jahr wird es bei den Mieten keine Trendumkehr geben“, prognostizierte Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des IVD. Als Ursache für diese Entwicklung, ist vor allem das rasche Nachfragewachstum für Immobilien auf der einen Seite aber dem auf der anderen Seite langsamen Anstieg des Angebots zu sehen. Allerdings ist z.B. für den Wohnungsneubau ein nachhaltiger Wendepunkt erreicht, so lässt sich für die Jahre 2010 und 2011 ein stetiger Anstieg der Baugenehmigungen feststellen.

Die steigende Nachfrage und die langsam nachziehende Bedarfsdeckung deutschen Wohnungsimmobilien, liefern optimale Bedingungen für eine sichere und von potenziellen Investoren geschätzt Anlage. So wird auch für das Jahr 2012, ein positiver Trend für deutsche Immobilien als Kapitalanlage, prognostiziert.

Welche Faktoren beeinflussen den Immobilienpreis von Häusern?

Es sind vor allem die Grundstückspreise, die die unterschiedlichen Immobilienpreise erklären. Die Preisunterschiede sind nicht nur zwischen den Städten wie Hamburg, München oder Frankfurt am Main sehr groß, sondern auch in den einzelnen Stadtteilen der Großstädte. Schauen Sie daher genau, ob Ihr Stadtteil von der Lage her eher als einfach, mittel, gut oder sehr gut gilt und welche Grundstückspreise damit verbunden sind.

Überlegen Sie, ob Ihr Stadtteil in Zukunft noch begehrter werden könnte, weil z.B. neue Schulen, Cafés, Einkaufszentren, etc. eröffnen oder ob der Stadtteil eher verödet. Ein potentieller Käufer spekuliert beim Kauf einer Immobilie in der Regel auf eine Wertsteigerung in den Folgejahren bzw. wenigstens den Wert erhalten zu können.

Immobilienpreise in den einzelnen Stadtteilen sehr unterschiedlich

Liegt Ihre Immobilie an einer lauten Straße, so sind Preisabschläge von 10-20 Prozent keine Seltenheit. Befindet sie sich in einer eher ruhigen Anliegerstraße, aber in unmittelbarer Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten, Parks, öffentlichen Verkehrsmitteln, etc., wirkt sich dies positiv auf den Wert der Immobilie aus. Besonders aufwertend sind die Nähe zu Wasser- und Grünflächen sowie das direkte architektonische Umfeld aus.

Genauso wichtig ist es sich über die in Zukunft zu erwartende Entwicklung eines Stadtteils zu informieren. Anhaltspunkte für die Entwicklung eines Stadtteiles sind zum einen städtebauliche Großprojekte wie z.B. der Bau der Elbphilharmonie in der Hafencity in Hamburg, als auch die Freigabe von Flächen von Investoren, damit sich neue Industrien und Unternehmen ansiedeln können. Gibt es darüber hinaus eine Vielzahl von kleineren Bauprojekten und permanenten Veränderungen in den einzelnen Stadtteilen, die anzeigen, ob ein Stadtteil sich positiv entwickelt oder nicht. Dazu können die Eröffnung oder Schließung eines Kinos, Einkaufcenters, Theaters etc. zählen genauso wie die Renovierung von Fassaden durch Privatinvestoren oder die Neugestaltung eines Bahnhofs.

Letztlich geht es darum festzustellen, ob ein Stadtteil begehrter wird und deswegen dort mehr Menschen wohnen möchten oder ob das Gegenteil zutrifft. Im ersten Fall werden die Immobilienpreise steigen, im zweiten Fall werden sie fallen.