Tag Archiv für Maklerprovision

Der Maklervertrag

Am Anfang stehen die meisten Immobilienverkäufer vor der Wahl, ob Sie einen Makler beauftragen Ihre Immobilie zu verkaufen oder doch lieber selber vermarkten? Die Entscheidung für einen Makler wird dann oft getroffen, wenn der Verkäufer wenig Zeit hat, nicht die richtigen Kontakte bieten kann oder die Immobilie schwer zu vermitteln ist. Schaltet der Verkäufer einen Makler ein, müssen zunächst die Arten des Maklervertrages und dessen Konditionen geklärt werden. Dieser Artikel gibt Ihnen eine Übersicht über die verschiedenen Arten des Maklervertrages, die Maklerbindung und die Maklerprovision.

Die Arten des Maklervertrags

Grundsätzlich kann einem oder mehreren Maklern formlos mündlich oder schriftlich die Erlaubnis erteilt werden die Immobilie zu verkaufen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen Vertrag, sondern nur eine reine Erlaubnis, so dass der Verkäufer parallel noch selber nach passenden Käufern suchen kann. Ist der Verkäufer bei der Suche erfolgreich, wird keine Maklerprovision fällig. Hierbei muss jedoch beachtet werden, dass das Engagement der einzelnen Makler nicht allzu hoch ist, da sie davon ausgehen, dass eine Provision ohne festen Vertrag schwer zu erzielen ist. Ein Makler wird somit erst bei den folgenden beiden Verträgen aktiver handeln.

1. Einfacher Alleinauftrag

Bei einem einfachen Alleinauftrag verzichtet der Eigentümer darauf andere Makler einzuschalten.  Hingegen kann der Verkäufer hier die Immobilie selber verkaufen und so die Maklerprovision umgehen. Deswegen ist der Makler daran interessiert einen qualifizierten Alleinauftrag mit dem Auftraggeber abzuschließen.

2. Qualifizierter Alleinauftrag

Der Makler erzielt in diesem Fall immer eine Maklerprovision, da der Verkäufer von seinem Recht zurücktritt selber die Immobilie zu veräußern oder andere Makler einzuschalten.

Bei der Wahl des Maklervertrags ist es sinnvoll zunächst mit einem einfachen Alleinauftrag an den Makler heranzutreten. Falls dieser diese Art von Vertrag ablehnt, ist nur noch ein qualifizierter Alleinauftrag oder die reine Selbstvermarktung möglich.

Die Bindung an den Maklervertrag

Die Bindung an den Makler ist nun zunächst von der Art des Vertrages abhängig und auf welche Dauer dieser geschlossen worden ist. Am besten ist eine Laufzeit der Maklerbindung von 4-6 Monaten.

Bei einem Maklervertrag ist zu beachten, dass auch eine Bindung nach der Beendigung des Maklervertrages besteht. Wenn an einen Verkäufer ein ehemaliger Interessent herantritt, der in der Vergangenheit vom Makler akquiriert worden ist, und dieser die Immobilie kauft, ist der Verkäufer verpflichtet die Maklerprovision zu entrichten.

Die Maklerprovision

Die Provision ist grundsätzlich frei verhandelbar. Abhängig ist diese von den Bundesländern und den Städten. In einigen Bundesländern wird die Provision vom Käufer übernommen, wobei sie in anderen Bundesländern vom Verkäufer und Käufer getragen wird. Ein Richtwert für eine Maklerprovision kann man um die 5 % und 7 % setzen.